Der Einzelne macht den Unterschied

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Bereits seit Jahren veranstaltet die Korean Green Foundation auf dem Campus der Seoul National University das so genannte Global Youth for the Environment Forum. In diesem Jahr stand die Veranstaltung unter dem Titel „Solutions to Water Issues for Future Generations“. An zwei Tagen versammelten sich Schulklassen koreanischer und internationaler Schulen, aber auch Schülerdelegationen aus dem Nahen Osten und anderen Regionen der Welt, um sich von den Ideen und Konzepten der Referenten, aber auch der Mitschüler inspirieren zu lassen.

20150210_114356Für die DSSI machten sich die Klassen 8 und 9 unter der Leitung von Frau Ludwigs und Herrn Hilsbos auf den Weg, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Die gut zweistündige Anreise zur Seoul National University geriet schnell in Vergessenheit, nachdem der große Campus inmitten der Berglandschaft am Rande Seouls betreten wurde und man sah, wie sehr die Veranstalter sich große Mühe gegeben hatten, den Teilnehmern einen angenehmen und professionellen Rahmen für dieses Forum zu bieten. Jeder bekam sein Namensschild und ein Headset für die Übersetzungen und nahm dann im Hörsaal inmitten von 400 Schülern Platz.  Am ersten Vormittag erläuterte Prof. Jung-Wook Kimvon der Seoul National University die Bedeutung des Wassers für das Ökosystem des Planeten Erde. Seine Musikeinlage in Form einer ins Koreanische umgetexteten italienischen Arie, ließ kein Zweifel daran, dass es dem Redner Ernst damit war, die Schüler für die die Wasserproblematik zu sensibilisieren.

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Der zweite Redner, Prof. Jaewon Cho (Yonsei University) machte den Schülern schnell klar, dass junge, neugierige Wissenschaftler in der Zukunft gebraucht werden, die neue Wege bestreiten, um die Probleme der Menschheit zu lösen.

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Nach einer kurzen Stärkung in der Mensa der Universität ging es am Nachmittag dann in die Arbeitsgruppen. Jede Klasse stellte einen Vertreter für den Präsentationswettbewerb zum Thema Wasser. Eine eindrucksvolle Bilderreise um die Welt, angefangen von künstlichem Regen in Thailand, über Wassersparmaßnahmen in den Vereinigten Arabischen Emiraten, bis hin zu arsenhaltigen Verunreinigungen in Vietnams Mekongdelta, machte den Schülern sehr deutlich, wie akut und vielfältig die Wasserprobleme auf der Welt sind. Sarah aus Klasse 9 und Anastasia aus Klasse 8 nahmen für die DSSI an diesem Wettbewerb teil.

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Der 2. Tag begann mit Taru Salminen aus Finnland, die über die großen Anstrengungen der Finnen das Wasser sauber zu halten und die große Bedeutung des Umweltschutzes in ihrem Land erzählte.

Der nächste Redner, Herr Professor Moo-young Han, auch oft häufig Dr. Rain genannt, brachte die Zuhörer dann wieder aus dem idyllischen Finnland zurück nach Korea. Mit einer Reihe von eindrucksvollen Beispielen, wie zum Beispiel der Begrünung seines Institutsdaches oder der Trinkwasserversorgung einer vietnamesischen Schule, zeigte er anschaulich, was man sich unter Regenwassermanagement vorzustellen hat.

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Der Höhepunkt der Veranstaltung war zweifellos der Auftritt des 3. Redners, Michael Reid von der Organisation Life Recycled. Stellen Sie sich vor, Sie sind auf dem Weg zu ihrem Traumstrand und finden dort zu ihrem Entsetzen aber eine Ansammlung von Müll aus dem Meer wieder. Herr Reid aus den USA nahm dies in Japan zum Anlass, den Müll einfach wegzuräumen, anfangs packte er einfach alles in sein Badezimmer, bis er herausgefunden hatte, wer den Abfall sachgerecht entsorgen konnte. Seitdem organisiert er regelmäßig Strandreinigungsaktionen. Im Juli 2013 machte Herr Reid zusammen mit einem weiteren Mitbegründer seiner Organisation eine Kayak-Tour von Japan nach Südkorea, um in beiden Ländern auf die zunehmende Verschmutzung der Meere aufmerksam zu machen. Jedem Schüler brachte Herr Reid Plastikmüllteile mit, um daraus „Beach Trash Art“ herzustellen. Herr Reid zeigte durch seine Aktionen den Schülern deutlich auf, dass jeder Einzelne etwas gegen Umweltprobleme tun kann, und es zu einfach ist, sich immer auf die Regierung und die Politiker zu berufen, oder die Schuld bei den anderen zu suchen. Der Einzelne macht den Unterschied aus zwischen etwas zu bewegen oder untätig zu sein.

Am Ende der Veranstaltung wurde die besten PowerPoint-Präsentationen der Schüler geehrt und alle Teilnehmer machten sich voller Ideen auf den Rückweg.