Abitur 2016

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092-_DSC2871Am Samstag, den 21. Mai war es soweit, die Deutsche Schule Seoul International hat mit 16 Schülerinnen und Schülern ihren bisher größten Abiturjahrgang bis zum erfolgreichen Abschluss gebracht.

Aus diesem Anlass versammelte sich die Festgemeinde im prachtvoll hergerichteten Junior Ballroom des Millenium Hilton Hotels in Seoul, um den Abiturienten die Zeugnisse zu überreichen und durch zahlreiche Redebeiträge und einem gelungenen musikalischen Rahmenprogramm, einen würdigen Abschied aus der Schulzeit zu bereiten.

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Herr Menne, der Schulleiter der DSSI, begrüßte die Festgemeinde mit einem Zitat eines Abiturienten „Spitzt die Ohren, ich hab euch, was zu erzählen!“ und bedankte sich zunächst für die großartige Leistung der Abiturienten und auch bei allen unterrichtenden Lehrern und Organisatoren für den erfolgreichen Abschluss der Abiturprüfungen.

Voller Stolz resümierte er, wie gut die Deutsche Schule Seoul International sich seit ihren Anfängen vor 40 Jahren als Zwergenschule mit 4 Schülern im UN Village, bis zum heutigen Tag als voll ausgebaute Schule mit einer exzellenten Bildung vom Kindergarten bis zum Deutschen Internationalen Abitur, entwickelt hat.

Herr Menne betonte weiterhin, wie wichtig es sei, sich diese Historie im Jubiläumsjahr bewusst zu machen und nicht zu vergessen, dass es sich hierbei um die einzige deutsche Auslandschule in Seoul und ganz Korea handelt, in der eine deutsche Reifeprüfung abgelegt werden kann. Nicht nur, was die lange Historie angeht, nein, auch in der Abiturientenquote pro Schüler, müsse man sich nicht hinter den großen Auslandsschulen Asiens, wie Shanghai, verstecken.

An die Schülerinnen und Schüler richtete er die Botschaft, dass die Schulzeit nun vorüber ist, eine Zeit, die für den einen oder anderen mit Leiden verbunden gewesen sein könnte, was er durch den französischen Ausdruck „c’est la galère!“ bildhaft umschrieb. Das Leben auf der Schulgaleere sei nun vorbei, das letzte Jahr auf dem Oberdeck unter der Leitung des „Einpeitschers“ und „Ersten Offiziers“ Herrn Hilsbos vorüber.

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Der Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Südkorea Herr Mafael und seine Gattin, ließen es sich auch in diesem Jahr nicht nehmen, dem Festakt beizuwohnen. Herr Mafael beglückwünschte die Abiturienten für ihre Leistungen und gab ihnen viel Glück mit auf den Weg für die zukünftigen Herausforderungen, die jetzt erst noch auf sie zukämen.

Im Anschluss richtete der Vorsitzende des Schulvorstandes sein Grußwort an die Festgemeinde. Er fühlte sich an seine eigene Schulzeit von damals erinnert und dankte Eltern, Lehrern und allen, die auch im Hintergrund einen maßgeblichen Beitrag zum Gelingen des diesjährigen Abiturs beigetragen haben, wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung, die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen- und Mitarbeiter der DSSI von Elternvertretung bis hin zum Schulvorstand.

Seitens der Eltern richtete Herr Geisler das Wort an die Festgemeinde. Er beglückwünschte die Schüler und brachte zum Ausdruck, wie stolz und zufrieden jetzt auch die Eltern sind. Zugleich machte er am wörtlichen Ursprung des Begriffes „Abitur“ (Abitur leitet sich aus dem Lateinischen Wort „abire“ her und bedeutet „weggehen“), dass jetzt eine neue Phase des Lebens beginnt, streng genommen das eigentliche Labyrinth des Lebens jetzt erst losginge. Das dies nicht ganz einfach werden wird, sei bereits an der riesigen Menge von 27000 Berufsbezeichnungen ablesbar, die gegenwärtig bei der Bundesanstalt für Arbeit gemeldet sind.

Sichtlich gerührt von dem bewegenden Moment ergriff dann der Klassenlehrer und Oberstufenkoordinator der Schüler das Wort. Er rekapitulierte anhand vieler gemeinsamer Aktivitäten und Erinnerungen, wie die drei vergangenen Jahre gelaufen sind. Er war augenscheinlich froh darüber, dass die Klasse sich in 3 Jahren zu einem guten Team entwickelt hatte und beschrieb detailliert, wie sehr die individuellen Eigenschaften jedes einzelnen Schülers für das Gelingen der dreijährigen Reise durch das Schullabyrinth hilfreich und wichtig waren.

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Dann gab es einen musikalischen Programmpunkt. Die Klasse 11 hatte eigens ein Lied getextet und gab der ganzen Feier damit einen sehr festlichen und gleichzeitig familiären Charakter.

Schließlich begaben sich 4 der Abiturienten, Ain Toar, Gijun Kim, Ann-Susann Abel und Ekki Ryu, stellvertretend für den Jahrgang auf die Bühne. Zunächst machten sie klar, wie sie zu dieser Ehre gekommen sind und wie sehr die italienische Leibspeise Lasagne bei Familie Abel dazu einen Beitrag geleistet hatte und sie vier am Ende der Zusammenkunft dort als „schwache und noch hungrige“ Schüler zur Rede verdonnert wurden. In ihrer Rede lobten die Schüler ihre Fähigkeit durch intensives Teamwork und als Klasse mit Herz auch die, wo es an Eigeninitiative mangelte, mit bis ans Ziel zu bringen.

Weiterhin ließen sie Revue passieren, was sie alles in den vergangenen 3 Jahren gelernt hatten, wie zum Beispiel das Anlegen von Schimmelpilzkulturen (besonders in Brotdosen und Kaffeemaschinen), das Bierbrauen, die Berechnung des Mondumfanges, den Tristanakkord für die nächste Beerdigung, das Herunterfallen von einem Kasten im Stile einer standfesten deutschen Eiche und viele andere Dinge mehr. Die Schulzeit sei nun vorbei und all dies was sie lernten werden sie mit großen Stolz ihren Kindern und Enkelkindern weitererzählen. „Denn es war nicht einfach nur ein Kindermärchen, sondern ein Krieg. Eine Geschichte von großen Helden, die gegen die Nazis und Kommunisten kämpften.“ Sie dankten den Lehrern und Eltern herzlich für ihre Unterstützung und wünschten zugleich dem nächsten Abiturjahrgang viel Erfolg auf der Zielgeraden.

Dann wurden die Abiturzeugnisse durch den Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Korea, Herrn Mafael, dem Schulleiter Herrn Menne und dem Klassenlehrer Herrn Hilsbos überreicht. Am Ende bekam jeder als Zeichen der Verbundenheit eine rote Rose mit auf den Weg.

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Zu guter Letzt wurden einige Ehrungen vorgenommen. Die Schülerinnen  Klarissa Jelonek, Anne-Susann Abel und Soobin Ahn wurden für die besten Abiture ausgezeichnet. Gijun Kim wurde für das beste Matheabitur und Anne-Susann Abel für das beste Chemieabitur geehrt.

Am Ende bekam Klarissa Jelonek für ihr langjähriges und aufopferungsvolles Engagement für die Schulgemeinschaft im Bereich der Schülervertretung und dem Orchester noch einen Sonderpreis der Schule.

Ein anschließender kleiner Empfang und Umtrunk im Garten des Millenium Hiltons gab der Veranstaltung dann einen krönenden Abschluss.