Abistreich

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Mittwochmorgen, 08.10 Uhr: Fast die ganze Schule ist auf dem Schulhof versammelt. Als erstes wundere ich mich, was heute anders ist. Doch dann wird mir klar: Endlich haben die Abiturienten ihren Abistreich vorbereitet und wir haben Glück, denn die ersten beiden Stunden werden verpasst, mit lustigen Spielen, die die Kreativität der Abiturienten in vollem Maße beanspruchten.

. Das erste Spiel war das traditionelle Armdrücken zwischen Lehrern und Schülern.

Um einen Tisch versammelte sich die ganze Schule, als die erste Runde zwischen Herrn Schneider und Manuel Jünger ausgelost wurde. Ohne sich viel anzustrengen, gewann Herr Schneider. Die nächste Runde war ein bisschen schwieriger, denn der muskelbepackte Wolfi trat in den Ring, in diesem Fall an den Tisch. Glücklicherweise gewann Wolfi, wodurch die Schüler zwei Wasserballons gewannen. Diese Ballons sollten sich noch später als nützlich erweisen. Als Verlierer musste Herr Schneider das Feld räumen und eine neue Lehrerin, Frau Hedberg, nahm seinen Platz ein. Auch gegen Fr. Hedberg gewann Wolfi. In der nächsten Runde gegen Fr. Hasenberg zeigte sich, was für ein Gentleman Wolfi sein konnte und Fr. Hasenberg blieb Siegerin. Am Ende des ersten Spiels gewannen dennoch die starken Schüler.

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Die nächste Challenge war der sogenannte „Todesrahmen“, bei dem das Opfer sein Gesicht durch eine auf einen Rahmen gespannte Frischhaltefolie drücken musste. Die dabei entstandenen Bilder zeugen von der hohen Attraktivität der Teilnehmer. Hier gewannen erstmals die Lehrer, die von den Praktikantinnen tatkräftig unterstützt wurden.

Die darauffolgende Herausforderung hätte Alpträume erzeugen können. Ein Ball in einer abgeschnitten Strumpfhose musste über den Kopf gezogen werden, wodurch das Gesicht der betroffenen Person sehr verunstaltet wurde. Vier Lehrer wurden ausgewählt und mussten mit den in den Strumpfhosen steckenden Bällen zehn fliehende Schüler abschlagen. Diese armen Zehn sind nun für ihr Leben gezeichnet, denn ein jagender Herr Mink in Strumpfhosen war ein schrecklicher (und erheiternder) Anblick.

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Hier ein Interview mit einer Betroffenen:

Yoboseo: „Wie fühlst du dich nach dem Anblick der Lehrer?“

Die Betroffene läuft weinend davon…und war nicht weiter für ein Interview zu gebrauchen.

Nachdem sich fast alle von diesem Schock erholt hatten, konnten sie ihre Kräfte beim „Peppero-Spiel“ zurückgewinnen. Dafür wurden drei Schülerpärchen und drei Lehrerpaare ausgewählt, die an beiden Enden ein Peppero aufessen sollten und das kleinste verbleibende Stück Peppero gewann. Hier ein paar Bilder zum Genießen:

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Im Finale der Spiele ging es um Leben und Tod. Die lange erwartete Wasserschlacht begann… dundundun. An dieser Stelle kamen die bis dahin gewonnenen Wasserbomben zum Einsatz, weil sich sechs Lehrer und zehn Schüler mit ihnen abwerfen sollten. Die Schüler waren in der schlechteren Ausgangslage, da die Lehrer die meisten Spiele gewonnen und daher die meisten Bomben besaßen. Dennoch schlugen sich die Schüler tapfer und so waren am Ende vier Schüler und zwei Lehrer übrig. Die Spiele waren zu Ende, doch die Abiturienten hatten noch ein Geschenk für uns und die Schule: ein Aquarium voll von zehn bunten Fischen.

Endlich durften die Schüler ins Gebäude. Doch auf das, was uns dort erwartetet, waren wir nicht gefasst: Die ganzen Tische und Stühle waren im Gebäude verteilt, die Tür der 5. Klasse durch eine Wörterbuchmauer versperrt, die Klasse 9 in ein Urwald verwandelt. Die Toilette der Jungs im zweiten Stock war voller Luftballons, die nach ein paar Minuten von oben herab in das Atrium regneten.

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Wir sind den Abiturienten für diesen lustigen Schulmorgen dankbar und werden sie nie vergessen. Hauptsächlich auch wegen der Fische!

Ana Oancea