Sol Gabetta

Sol Gabetta, die argentinische Cellistin kam am 16.3.2009 zur Deutschen Schule Seoul International. Wir, die Schüler aus der 6-8 Klasse, hatten die Ehre Sol zu interviewen.

Interview

Was mögen Sie an ihrem Instrument? Wie wichtig ist es für Sie?

Dieses Cello gehört nicht mir. Doch ich habe die Ehre dieses Instrument zu spielen. Es ist einige hundert Jahren alt. Mein Cello ist wie ein Kind für mich. Ich trage es immer mit mir, auch wenn ich runter gehe in die Küche und koche. Wenn was passieren sollte, rette ich mein Cello zuerst und danach mich selbst.

Warum machen Sie ihre Augen zu, wenn Sie Cello spielen?

Naja...ich schließe meine Augen, damit ich mich besser konzentrieren kann. Da ich auch die langen Partituren auswendig lernen und spielen muss, ist es eben so auch besser und einfacher.

Was ist die peinlichste Sache, die einem Musiker passieren kann?

Es kann alles passieren, weil niemand perfekt ist. Mir könnten z.B. bei einem Konzert die Saiten vom Cello reißen oder falsche Tone als Solist entrutschen. Ich könnte die falsche Partitur spielen oder das Schlimmste, das Stück vergessen.

5 Minuten vor einem Konzert ist mir mal der Reißverschluss vom Kleid kaputt gegangen. Und niemand war hinter der Bühne. Da stand ich - mit einem offenen Kleid. Ich wollte, dass irgend jemand mir irgendwie hilft. Zum Schluss kam jemand und hat mir das schöne Kleid mit Sicherheitsnadeln zugemacht. So konnte ich rechtzeitig mit einem ?neu designten¡° Kleid auf die Bühne.

Werden Sie von ihren Kindern verlangen ein Instrument zu spielen?

Nein, niemals. Meine Mutter hat es auch nicht von mir verlangt, weil sie selbst wusste, wie anstrengend es ist, ein Instrument perfekt zu spielen. Man muss sehr viel Zeit mit seinem eigenen Instrument verbringen.

Haben Sie oder wollten Sie ein anderes Instrument spielen?

Als ich Cellisten geworden bin: nein. Doch ich habe sehr viele Instrumente gespielt. Weil meine Mutter Klavier spielte, wollte ich es auch lernen, aber meine Mutter sagte, sie würde mir nicht helfen. So habe ich dann Cello angefangen. Nach dem Gewinn des Ersten Wettbewerbs habe ich mir eine Klarinette gekauft. Ich wollte auch die Violine lernen und habe zwei Stifte genommen und dies imitiert.

Wie lange üben Sie an einem Tag?

Ich spiele jeden Tag 8 Stunden Cello. Es hört sich vielleicht sehr viel an, doch es ist mein Job, darum finde ich es ganz normal. Ein Schüler ist auch ungefähr die gleiche Zeit in der Schule.

Wir bedanken uns herzlich für das Interview!

Jisoo Youn, 8. Klasse

Sol_Gabetta_Interview.doc (Sol_Gabetta_interview.doc)