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Im Jahr 1992 finden erhebliche Bauarbeiten auf dem Schulgelände in Hannam-Dong statt. Im Herbst werden das neue Kindergartenhaus und die neue Turnhalle zur Benutzung ubergeben.

Der Kindergarten
Ein gro©¬er pädagogischer und für die Schulstruktur bedeutungsvoller Schritt ist im Juni 1994 die erstmalige Durchführung des Abschlussverfahrens nach der Klasse 10.

Einschulung 1994 Herr Maushake

Einschulung 1994
Das Schulleben
Mhhmmm ... "Das Schulleben".
Dieses Wort bedeutet viele Sachen fur mich, z.B. Freude, Freunde, Spa©¬,
Traurigkeit und Langeweile.
Seit ungefähr sieben Jahren lebe ich mit meiner Familie in Korea.
Geboren bin ich in Jakarta/Indonesien, wo ich die ersten vier Jahre meines
Lebens verbracht habe. Danach lebten wir zehn Monate in Deutschland.
Als wir hier in Südkorea ankamen, kam uns dieses Land eng und schmutzig
vor im Vergleich zu Deutschland. Nach ein paar Monaten zogen wir in eine
gemütliche, mittelgro©¬e Wohnung. Als wir uns dann erholt hatten von
dem ganzen Umzug, sollte ich in den Kindergarten. In den ersten Tagen
war ich sehr schüchtern, aber danach fühlte ich mich sehr wohl
dort, fast wie zu Hause. Ich fand viele Freunde, mit denen ich spielen
konnte. Wir hatten auch eine sehr gute und nette Kindergärtnerin,
Frau Schmied. Mein Leben im Kindergarten hat mir sehr gefallen, aber natürlich
wusste ich, dass ich nicht für immer dort bleiben konnte. Aber ich
dachte auch nicht, dass die Zeit so schnell vorbei gehen würde. So
kam es dann, dass ich in die erste Klasse musste. Mir fiel dann eine lustige
Ausrede ein, die ich nie vergessen werde: "Ach Mama, ich kann nicht
in die Schule! Ich kann ja noch nicht mal lesen, und du willst, dass ich
in die Schule gehe!?" In diesem Moment fing ich auch an zu weinen.
Meine Mutter fing an zu lachen. Nachdem sie sich endlich beruhigt hatte,
sprach sie mit meinem Vater. Meine Eltern schlugen Frau Schmied vor, mich
noch ein Jahr im Kindergarten zu lassen. Frau Schmied war einverstanden.
Als meine Mutter mir diese wunderbare Nachricht erzählte, sprang
ich vor Freude fast bis an die Decke. Dann mussten natürlich meine
damaligen Freunde in die erste Klasse. Ich war schon ein bisschen traurig,
aber dann kamen neue aus einer anderen Gruppe zu Frau Schmied. So lernte
ich neue Freunde kennen. Wir hatten viel Spa©¬ im Kindergarten, vor allem
ich. Einmal, kurz bevor wir in die Schule kamen, hat Frau Schmied sogar
eine Übernachtung für uns, die Meerschweinchengruppe, im Kindergarten
veranstaltet.
Heute sind von meinen "Meerschweinchen" von damals nur noch
zwei "übrig": Mikah und Palin. Bald kamen wir nun in die
erste Klasse. Diesmal war ich nicht nervös, sondern ich war wirklich
froh und aufgeregt, dass ich in die Schule durfte. In der ersten Klasse
waren wir 17 Kinder. Unsere Jungen waren sehr wild, z.B. Ken, Ruben, Alexander,
Mohamed und Stefan. Es gab auch manche Unfälle bei den Jungen, die
ich lieber nicht erzählen möchte. Wir hatten natürlich
eine Klassenlehrerin, Frau Hirche, die wir ganz prima fanden. Sie war
nett und witzig und sie konnte gut erklären, finde ich. Herr Staudacher,
unser Musiklehrer, war absolut super. Wir hatten viel Spa©¬ bei ihm. Er
spielte ein Lied am Klavier oder am Keyboard und wir sangen den Text dazu.
Unsere Schule führte früher jedes Jahr einen Musikabend durch.
Da sangen oder spielten die Schüler den Eltern und den Mitschülern
etwas vor.
Als wir in die zweite Klasse kamen, sind viele von unseren Mitschülern
weggezogen, z.B. Ken Merforth. Er ist nach England/London gegangen, aber
nach ungefähr zwei Jahren kam er wieder zurück. Es kamen noch
mehr Schüler in unsere Klasse, aber es gingen mehr als neue kamen.
In jedem Winter bietet die Schule einen Skikurs an. Man kann Ski oder
Snowboard fahren lernen. Ich war jedes Jahr dabei. So habe ich in Korea
auch Skifahren gelernt.
Frau Polske war unsere Klassenlehrerin in der dritten Klasse. Ich habe
sie unheimlich gerne gemocht. Wir hatten sehr viel Spa©¬ bei ihr. Eine
Sache fand ich Spitze von Frau Polske: Das Singen vor dem Unterricht.
Unser damaliger Schulleiter, Herr Below, war ganz nett. Aber ab und zu
konnte er wirklich streng sein.
Letztes Jahr haben wir einen neuen Schulleiter bekommen, Herrn Machleb.
Er gibt Mathe bei uns. Jetzt ist Mathe richtig spannend. Interessant ist
es bei Frau Machleb in ihren Deutschstunden. Aber die Grammatik ist doch
manchmal langweilig. Frau Widder ist unsere Englisch- und Klassenlehrerin.
Wir hatten sie auch in der fünften Klasse. Sie ist sehr witzig und
nett. Im vorigen Schuljahr bekamen wir Besuche von unseren fruheren Mitschülern:
Dominik, mit dem ich schon im Kindergarten war, und Ruben. Ruben kam aus
Holland für eine Woche. Ich habe mich sehr gefreut, sie wiederzusehen.
Jedes Jahr machen wir auch eine Klassenfahrt. Eine Klasse geht mit einer
anderen irgendwohin, z.B. ans Meer oder aufs Land.
Unser Schulhof ist klein. Aber man kann dort Basketball spielen; wir haben
au©¬erdem so ein blaues Klettergerüst, auf dem die kleinen Kinder
herum klettern. Die Gro©¬en toben meistens mit den Geräten auf dem
Schulhof herum, die gerade "in" sind, wie z.B. Skateboards oder
Scooters. In dieser Woche, vom 26.03. bis 30.03. 2001, haben wir eine
Projektwoche. Unsere Deutschlehrerin, Frau Machleb, hat uns gefragt, ob
wir einen kleinen Aufsatz über unser Schulleben schreiben wollen.
(Ehrlich gesagt, ich habe in dem Moment nicht so richtig zugehört.)
Aber ich habe doch Lust gehabt, etwas zu schreiben. Das war jetzt so ungefähr
mein Schulleben, und ich genie©¬e es sehr!!!!
Claudia Wilhelm, Klasse 6, März 2001 
| Musikabend 1994 |
Chorgäste aus Deutschland 1995 |
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