Die Entwicklung der Deutschen Schule Seoul

Die Deutsche Schule Seoul ist die erste deutsche Schule in Korea, die deutsche Schulziele anstrebt, wie dies in entsprechenden Schulen in Deutschland der Fall ist.
Natürlich steht unsere Schule in der Tradition der ersten deutschen Schule in Korea, die 1898 als Kaiserlich Deutsche Sprachschule gegründet wurde. Dies zeigt sich beispielsweise darin, dass heute Lehrer aus Deutschland hierher nach Seoul kommen, so wie einstmals Johannes Bolljahn, der Schulleiter von 1898 bis 1911 war.

 
Johannes Bolljahn   Johannes Bolljahn mit seinen Schülern

Genau wie damals steht hinter der Schule das Interesse deutscher Wirtschaftsunternehmen, die die Schule fördern, und die deutsche Au©¬enpolitik, die eine Annäherung zu Korea betreibt. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts fanden genau wie heute Abschlussprüfungen statt, auch waren damals bereits Mathematik, Geographie und Geschichte im Lehrprogramm.
Das Ende der Kaiserlich Deutschen Sprachschule 1911 war durch die japanische Okkupation Koreas bedingt und bedeutete auch, dass über die folgenden 65 Jahre keine eigenständige deutsche Schule in Korea auf Grund der politischen und militarischen Verhältnisse bestand.

Die rasante industrielle Entwicklung Sudkoreas seit dem Ende des Krieges zwischen Nord- und Südkorea 1953 führte auch zu einem verstärkten Handelsaustausch mit Deutschland. Dies brachte es mit sich, dass viele deutsche Geschäftsleute vor allem nach Seoul kamen, um die Geschäftsbeziehungen zwischen deutschen und koreanischen Unternehmen auf- und auszubauen. Begleitet wurde dieser Prozess von der Präsenz der deutschen diplomatischen Vertretung und der Etablierung des Goethe-Instituts. Damit entwickelte sich zunehmend der Bedarf, den Kindern der deutschen Staatsbürger eine schulische Bildung zu sichern, die dem Niveau und den Inhalten deutscher Schulbildung entsprechend ist und den Schülern alle Bildungswege in Deutschland offenhält oder eine Fortsetzung des Lernens in einem anderen Land ermöglicht.

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