16. Erfinderlabor: In der Welt der Winzlinge

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Suh Hyun Kang von der Deutschen Schule in Seoul forschte in Marburg zum Thema Nanotechnologie
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Marburg. Innovativ, dynamisch, phänomenal: Wer sich mit Nanotechnologie beschäftigt, kommt aus dem Staunen nicht heraus. So auch 16 ausgewählte Schülerinnen und Schüler, die beim 16. ZFC-Erfinderlabor tief in die Welt der Winzlinge eingetaucht sind – und dabei so manch große Entdeckung gemacht haben. Zum fünften Mal gastierte das Zentrum für Chemie (ZFC) in der Universitätsstadt – zum zweiten Mal in enger Zusammenarbeit mit dem Chemikum Marburg. Der Anspruch, Naturwissenschaften hautnah zu erleben, verbindet die Kooperationspartner, die den hochbegabten Oberstufenschülern aus ganz Hessen fünf Tage lang ein umfangreiches Programm geboten haben. Das Thema: Nanoanwendungen in Medizin und Physik. Eine Zukunftstechnologie, die enorme Möglichkeiten bietet – deren Hauptdarsteller aber mit bloßem Auge nicht zu sehen sind.
Selbst mit einem normalen Mikroskop kommt man ihnen nicht auf die Spur. In Marburg hatten die Schüler unter anderem die Chance, die Partikel mit einem Rasterkraftmikroskop ins Visier zu nehmen, ihre Strukturen zu verstehen und selbstständig herzustellen. Professionelle Bedingungen, die im Schulunterricht kaum denkbar sind. Genau das macht den Reiz des Workshops aus, der drei Mal im Jahr die Elite des Bundeslands Hessens und der Deutschen Schule Seoul zusammen bringt, um Grundlagen und Anwendungen von Innovations-Technologien zu erproben.
Am Freitag präsentierten die Teilnehmer in vier Teams ihre Ergebnisse vor rund 150 Zuhörern im Hörsaal des Chemikums. ZFC-Vorstand Dr. Thomas Schneidermeier begrüßte die Gäste und dankte den Kooperationspartnern, ohne die das Erfinderlabor nicht möglich wäre. Schneidermeier freute sich über die anhaltend starke Resonanz auf das „Sahnehäubchen“ im Angebot des ZFC: Im laufenden Schuljahr hatten sich knapp 200 Schülerinnen und Schüler aus 72 Schulen für drei Erfinderlabore beworben. „Hier sind Hochleister versammelt.“
Unter den Jungforschern war auch Suh Hyun Kang von der Deutschen Schule in Seoul, die eigens für das Erfinderlabor nach Deutschland gekommen war: „In Marburg hat sich meine Gruppe mit der Herstellung von Goldnanopartikeln beschäftigt. Anfangs war es nicht sehr leicht, alles zu verstehen, da man sich vor dem Erfinderlabor mit den Themen nicht beschäftigt hatte. Ich habe sehr viel Neues gelernt. Davor wusste ich zum Beispiel nicht, wie man Goldpartikel in der Medizin einsetzen könnte. Außerdem war es ein besonderes Erlebnis, in großen Laboren mit moderner Ausstattung zu arbeiten. Solche Gelegenheiten hat man nicht alle Tage.“
Lesen Sie ausführlichere Informationen über das Erfinderlabor in der Pressemitteilung Erfinderlabor Marburg Bilanz